Die Einsamkeit auf Wald und Flur hat ein ENDE! Am Donnerstag, den 24.05.2012 findet wieder der Stammtisch der IG PHOENIX Rhein Main statt.
Dieser Stammtisch ist ein Treffpunkt für Interessierte der Archäologie und Geschichte, für Sondengänger und Detektor Freunde. Wir freuen uns auf Euer (wie immer) zahlreiches Erscheinen.
Der Stammtisch trifft sich ab 19:00 Uhr im Gasthaus Rudolf in Liederbach.
Illegale Ausgrabungen hat es in Ägypten schon immer gegeben – auch schon in der Pharaonenzeit. Doch mittlerweile scheint es eine Art von Volkssport bei den Ägyptern geworden zu sein. Seit Beginn der Revolution im Jahr 2011 wird gebuddelt, geschmuggelt und unter der Ladentheke verkauft. Ahram Online meldet nun eine erschreckende Übersicht der Zustände.
Seit Beginn der Revolution im Januar 2011 gab es 5967 Fälle illegaler Ausgrabungen. 100 Mal mehr als im Jahr zuvor. So steht es in einer Mitteilung des Innenministeriums an die Associated Press. Dazu kommen 1467 Fälle von illegalem Antikenhandel und 130 Versuche, Antiquitäten außer Landes zu schmuggeln. 35 Menschen wurden bei illegalen Ausgrabungen getötet, darunter 10 Ägypter, die im März bei Naga Hamadi bei lebendigen Leibe verschüttet worden sind. Die anderen wurden Opfer von Streitigkeiten bei der Fundteilung.
Besonders schmerzlich war der Raub im Ägyptischen Museum, der nun über ein Jahr zurückliegt. 51 Artefakte wurden damals gestohlen, erst 29 von Ihnen sind wieder aufgetaucht. Schlagzeilen machten auch bewaffnete Raubzüge in diversen Magazinen. Trauriger Rekord war der Raub des Qantara Magazins im Sinai, bei dem umgefähr 800 Objekte gestohlen wurden. 300 konnten bisher erst wiederbeschafft werden. Die ägyptische Regierung gibt zu, dass die Diebstähle in den Magazinen ein Problem der Sicherheit gewesen sind. Mittlerweile ist das Sicherheitspersonal aufgestockt worden und die Magazine werden von Dieben nun weitestgehend gemieden.
Stattdessen konzentrieren sich nun Einige auf Schmuggel und illegale Ausgrabungen. Letzten Monat erst erwischte die Polizei zwei Männer, die direkt hinter dem Chnum-Tempel in Esna wohnen und ein 10m tiefes Loch unter ihrem Haus gegraben hatten. Die Polizei beschlagnahmte Hieroglypheninschriften aus der Ptolemäerzeit und antike Keramiken. Ebenfalls letzten Monat wurde sogar ein Mitarbeiter der Regierung festgenommen, der auch unter seinem Haus gegraben hatte. Ein Weihrauchgefäß, Keramiken und Tafeln mit Bildern von Lotusblüten fand die Polizei im Haus des Regierungsbeamten. An Dreistigkeit kaum zu überbieten war der Versuch eines Jordaniers, der schon im Februar 2011 versucht hatte, 3753 Antiquitäten außer Landes zu schmuggeln.
Dies sind natürlich nur die offiziellen Zahlen. Man mag sich kaum vorstellen, wie hoch die Dunkelziffer ist. Bleibt zu hoffen, dass die Regierung die Sicherheitsmaßnahmen weiter verschärfen und illegale Aktivitäten weiter eindämmen wird.
Quelle:
Ahram Online
Bei Ausgrabungen im Südosten der Türkei haben Archäologen Belege für eine vergessene Sprache aus der Zeit des Assyrischen Reiches gefunden.

Detail der in Ziyaret Tepe gefundenen Tontafel. Der Keilschrifttext besteht aus einer Liste weiblicher Eigennamen, von denen viele aus einer bisher unbekannten Sprache stammen. Foto: John MacGinnis
In Ziyaret Tepe, der assyrischen Stadt Tušhan, waren sie auf eine Tontafel mit Keilschrifttext gestoßen, der in einer bisher unbekannten Sprache verfasst ist. In Ziyaret Tepe am Ufer des Tigris im Südosten der Türkei werden seit 1997 umfangreiche archäologische Ausgrabungen durchgeführt. Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es sich bei dem Ort wohl um die assyrische Grenzstadt Tušhan handelt. Überreste eines Monumentalbaus interpretieren die Wissenschaftler als Gouverneurspalast, der unter dem assyrischen König Assurbanipal II. 883 – 859 v. Chr. errichtetet wurde.
Der Palast fiel um 700 v. Chr. einem Brand zum Opfer. Dieses Feuer sorgte auch dafür, dass ein Zeugnis einer bisher unbekannten Sprache der Nachwelt überliefert wurde. Bei den Ausgrabungen in einem Bereich, der als Thronsaal gedient haben könnte, fand der Mainzer Archäologe Dr. Dirk Wicke ein Stück gebrannten Lehms mit einem Keilschrifttext mit einer Liste weiblicher Eigennamen, die Philologen keiner bisher bekannten Sprachfamilie zuordnen können.
via • Archäologen entdecken vergessene Sprache • [Archäologie Online]























